Kunst und Kultur
Die paraguayische Kultur setzt sich hauptsächlich aus der Tradition der Guaraní und Spanier zusammen.
Seit frühester Zeit haben die Guaraní einfache Blas- und Schlaginstrumente benutzt, vor allem Trommeln, Rasseln, Glocken, Pfeifen und Holzflöten.
Zu den ältesten Formen der Volksmusik zählt die Polka.
Die Guarania, ein Anfang des 20. Jahrhunderts kreiertes Lied zu einer eingängigen Melodie, ist das erste Musikstück, das sich von der spanischen kolonialen Tradition abhebt.
Da Paraguay lange Zeit von äußeren Einflüssen relativ isoliert war, haben sich viele kulturelle Eigentümlichkeiten, die von den spanischen Eroberern, Handwerkern und Jesuitenmissionaren im 16. und 17. Jahrhundert eingeführt worden waren, bis heute erhalten.
Vieles in der paraguayischen Kunst wurzelt in der religiösen Tradition. Daher sind Heiligenfiguren an
Ziergiebeln und Kanzeln oder prächtige, holzgeschnitzte Hochaltäre, frühe Beispiele indianischer Kunst und spanischen Barockstiles.
Bekannteste zeitgenössische Maler sind Alborno und Juan Samudio. Das bekannteste kunstgewerbliche Erzeugnis Paraguays ist ñandutí, eine überaus feine Spitze.
