Die gesamte Region ist landwirtschaftlich geprägt (Rinderzucht, Ackerbau, Gemüseanbau).
Die Region um Paraguarí kann man am ehesten noch mit der Landschaft der Pampa in Argentinien vergleichen: weite Naturgrasflächen, auf denen Rinderzucht betrieben wird. Mehr in der Mitte wird es rund um die Berge des Ybytyruzú und Ybycuí hügelig bis bergig (die höchsten Berge Paraguays mit ca. 860 Metern).
Fährt man nun von Asunción in Richtung dieser Region, so kommt zunächst der Wallfahrtsort Caacupé. An diesen Ort pilgern jährlich mehrere hunderttausend Menschen aus ganz Südamerika. In der Nähe liegt die Stadt Piribebuy, ein kleiner Ort in einer schönen Landschaft.
Ganz in der Nähe liegt La Colmena. Bei La Colmena handelt es sich um eine 1930 ursprünglich von Japanern gegründete Ansiedlung.Die Infrastruktur in der Region ist heute für paraguayische Verhältnisse sehr gut. Angefangen von asphaltierten Zufahrtsstraßen über Telefon, Internet, Strom, Krankenversorgung, Schule, Einkaufsmöglichkeiten, Sportplätze, usw. ist die Region für paraguayische Verhältnisse eigentlich untypisch gut erschlossen.
Auf der Weiterfahrt gelangt man an die größte Straßenkreuzung des Landes, Coronel Oviedo. Hier stoßen die Ost-West-Straße, die wichtigste Straßenverbindung des Landes, auf der sich fast 70% des gesamten paraguayischen Verkehrs abspielt, mit der Nord-Süd-Straße zusammen. Mit anderen Worten: sollten Sie einmal in Paraguay jemanden suchen und diesen nicht finden, können Sie sich getrost auf die Kreuzung stellen und warten: irgendwann muss derjenige hier vorbeikommen..... Die Stadt Coronel Oviedo ist durch diese Kreuzung entstanden. Innerhalb der letzten 30 Jahre ist aus einem verschlafenen 100-Seelen-Dorf eine sehr lebendige Stadt mit ca. 60.000 Einwohnern entstanden. Die Bausubstanz ist allerdings nicht sehr erbauend. Es handelt sich um eine reine Zweckstadt. Hier kaufen die Farmer aus dem Norden ein und verkaufen ihre Rinder auf Viehauktionen.
Ganz anders die Stadt Villarrica, ca. 140 km von Asunción entfernt. Hier handelt es sich um eine der ältesten Städte Südamerikas. Villarrica wurde schon im 15. Jahrhundert gegründet. In der Zeit, als die Eisenbahn das wichtigste Verkehrsmittel in Paraguay war (1880 – 1940), hatte fast jeder wohlhabende Paraguayer aus Asunción ein Ferienhaus in Villarrica. Als Luftkurort wurde die Stadt bis über die Grenzen bekannt. Nachdem die Bahn an Bedeutung verlor und das Auto die Stelle einnahm, wurde es stiller um die Stadt. Sicher auch ein Vorteil, denn so wurde hier eine Stadt mit alter kolonialer Bausubstanz erhalten (wenn auch einige Besucher etwas mehr Pflege begrüssen würden). Nach Asunción ist die heute ca. 50.000 Einwohner zählende Stadt die zweitwichtigste Universitätsstadt Paraguays. Obwohl man alles kaufen und Abends gut essen gehen kann, ist Villarrica heute eine ruhige Stadt mit viel südlicher Lebensart.
Etwa 23 km entfernt liegt die ursprünglich von Deutschen gegründete Ansiedlung Independencia. Auch heute noch leben hier ca. 4.000 Deutsche und deutschstämmige. Zusammen mit den ca. 35.000 Paraguayern bildet diese Gegend (Independencia) einen infrastrukturell sehr gut erschlossenen Bezirk.
Ca. 60 km südlich von Villarrica beginnen in Caazapá die grossen Rinderfarmen. Durch relativ günstige Landpreise lassen sich hier gute Renditen in der Forst- und Landwirtschaft bei gleichzeitig guter Infrastruktur erzielen.
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