Südamerikanische Rinder genießen nicht grundlos den Ruf besonders gesund und nahrhaft zu sein. Seit Jahren herrscht eine große Nachfrage nach südamerikanischem Rindfleisch, das in die ganze Welt exportiert wird.
Welche Rinderrassen werden überwiegend gehalten?
Überwiegend stammen die heute gehaltenen Rinder von der aus Afrika stammenden Rasse Zebu ab. Diese Rasse wiederum unterscheidet sich in die heute am verbreitesten Rassen Nelore und Brahman.
Nelore: Die Rasse zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Widerstandsfähigkeit sowohl gegen Parasiten Befall wie auch gegen klimatische Widrigkeiten aus. Eine Hilfe bei der Kalbung ist nicht notwendig. Auf der anderen Seite sind die Tiere extrem scheu und wild was eine Handhabung sehr erschwert. Gleichzeitig ist diese Rasse mit einem Schlachtgewicht von rund 340 kg nach 24 Monaten die leichtesten Tiere. Die Muttertiere nehmen das erste mal nach ca. 30 Monaten auf.
Brahman: Diese Rasse ist nur unwesentlich anfälliger als die Nelore Rasse. Benötigt also eine geringfügig höhere Beaufsichtigung durch die Verantwortlichen. Eine Hilfe bei der Kalbung ist auch hier nicht notwendig. Die Tiere sind mit durchschnittlich 350 kg nach 24 Monaten ein wenig schwerer als die Nelore. Die Muttertiere nehmen das erste Mal mit einem Alter von ca. 24 Monaten auf.
Dies beiden Rassen werden im Zuge einer höheren Fleischzunahme heute mit anderen Rassen gemischt. Hier sind insbesondere die Rassen Hereford und Angus zu nennen.
Hereford: Diese ursprünglich aus England stammende Rasse zeichnet sich durch eine hohe Friedfertigkeit sowie einen starken Körperbau aus. Somit steigert sich die Fleischproduktion durch diese Rasse auf bis zu 500 kg im Alter von 24 Monaten. Eine Geburtshilfe kann notwendig werden! Die Tiere sind extrem Anfällig gegen Parasitenbefall und die sommerliche Hitze in Paraguay!
Angus: Diese Tiere zeichnen sich durch einen sehr kompakten, schweren Körperbau aus. Durch die extreme Gutmütigkeit vereinfachen die Tiere die Arbeit extrem. Das Gewicht ähnelt dem der Hereford Rasse und erreicht somit bei einem Alter von 24 Monaten ebenfalls bis zu 500 kg. Eine Geburtshilfe kann notwendig werden! Diese Rasse ist extrem empfindlich was den Parasitenbefall betrifft. Ein weiterer „Schwachpunkt“ ist die bis tief auf den Boden reichende „Halsfalte“. Bei einem dornigen Land verletzen sich die Tiere an dieser Körperstelle häufig und müssen dementsprechend äußerst sorgfältig beobachtet werden.
Da die beiden zuletzt genannten Rassen aufgrund der Anfälligkeit sowohl auf unsere klimatischen Bedingungen wie auch auf Parasitenbefall nur sehr bedingt für Paraguay geeignet sind, geht man heute verstärkt dazu über diese Rassen mit den beiden Zebu Rassen Nelore und Brahman zu mischen.
Das Resultat daraus sind Mischrassen wie Bradford und Brangus.
Diese Mischrassen zeichnen sich durch einen höheren Fleischertrag (ca. 400 kg bei 24 Monaten Alter) verbunden mit einer noch akzeptablen Robustheit aus.
Diese Entwicklung ist erst einige Jahre alt. Somit wurden zwar schon genügend Erfahrungen gesammelt, es mangelt jedoch noch häufig an einem genügenden Angebot dieser oder ähnlicher Mischrassen. Somit stellt sich eine Mastherde bis heute in den meisten Fällen auf reinrassigen Nelore/ Brahman Rindern wie auch vereinzelten Rindern der oben genannten Mischrassen zusammen.
Rendite: Bei guter Betriebsführung ist von Nettorenditen zwischen 6 und 12 % zu rechnen.
Sicherheit: Gerade im Hinblick auf die Kapitalsicherung ist die Rinderzucht sehr zu empfehlen (Sachwerte, Grundnahrungsmittel).
Weitere Informationen zu diesem Thema: Erhalten Sie von: INCON S.R.L., Tel: 00595 548 265 640, Fax: 00595 548 265 740 eMail: info@incon-srl.com / www.rinderzucht-paraguay.de
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